Presseinformation

Presseinformation Nr. 077 vom 06. Juni 2008

Erfolgreiche Gleichstellung: UMG erhält zum dritten Mal hintereinander das Total E-Quality Prädikat

Dritte Auszeichnung nach 2002 und 2005 bestätigt dauerhafte und erfolgreiche Gleichstellungspolitik der Universitätsmedizin Göttingen.


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Dritter Erfolg (v.l.): Inken
Köhler, UMG-Gleichstel-
lungsbeauftragte, Eva Maria
Roer, Vorstandsvorsitzende
Total E-Quality Deutschland
Foto: t-e-q


(umg) Die Universitätsmedizin Göttingen wurde bereits zum dritten Mal in Folge mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für die Jahre 2008 bis 2010 ausgezeichnet. Die UMG ist bereits seit 2002 Prädikatsträgerin.

Die erneute Auszeichnung mit dem begehrten Prädikat begründet die Jury damit, dass in den geforderten Aktionsfeldern spürbare Verbesserungen erreicht und dabei gleichstellungspolitische Maßnahmen erweitert und verstetigt werden konnten. Besonders herausragende Leistungen wurden in den Bereichen Karriere- und Personalentwicklung sowie Planungs- und Steuerungsinstrumente in der Organisationsentwicklung erreicht. Die Jury hebt dabei besonders hervor das Mentoring-Programm in der UMG, das Heidenreich von Siebold-Programm zur gezielten Förderung von Habilitandinnen sowie die Integration von Gleichstellungsaspekten in monetäre und strukturelle Steuerungsinstrumente, Zielvereinbarungen und Entwicklungspläne.

Als "ausgesprochen innovativ" bewertet die Jury das Konzept der fakultätsinternen Forschungsförderung. Es sieht vor, dass der Etat der gesamten fakultätsinternen Forschungsförderung zu mindestens 50 Prozent an Frauen ausgeschüttet wird.

"Die Universitätsmedizin Göttingen überzeugte mit neuen Ideen und Maßnahmen", so die Begründung der Jury. "Die Institution ist insbesondere von der Problematik der systematischen Abnahme des Frauenanteils mit steigender Qualifikationsstufe bei einem relativ hohen Anteil weiblicher Studierender betroffen. Die UMG hat schon früh ein Bündel an Maßnahmen und Programmen eingeführt, um dieser Problematik entgegenzuwirken. Hier konnten bereits Erfolge erzielt werden."

Ein weiteres Plus sieht die Jury in dem von Offenheit geprägten Stil der Bewerbung: "Damit konnte deutlich gemacht werden, dass die Thematik in der Universitätsmedizin Göttingen von allen Beteiligten ernst genommen und kritisch reflektiert wird und die gesetzten Ziele kontinuierlich evaluiert werden", so die Bewertung.

Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstands der Universitätsmedizin Göttingen, sagt: "Dass die Universitätsmedizin Göttingen jetzt bereits zum dritten Mal hintereinander das Total E–Quality Prädikat erworben hat, ist eine bemerkenswerte Leistung der Gesamtkultur der UMG. Das ist nicht selbstverständlich! Das Total E-Quality Prädikat würdigt vor allem die nachhaltige und langfristige Arbeit der Organisation der UMG. Der dritte Erfolg nacheinander belegt, dass wir uns in der Universitätsmedizin schon früher als andere Institutionen um die Verbesserung der Gleichstellung gekümmert haben. Die Auszeichnung würdigt die Ernsthaftigkeit, mit der wir das dauerhaft tun. Sie gibt uns Schwung, nicht nachzulassen in unseren Anstrengungen und wachsam zu bleiben für die noch offenen Probleme der Gleichstellung in der Universitätsmedizin."

Inken Köhler, Gleichstellungsbeauftragte der UMG, nahm das Prädikat in Berlin entgegen. "Die erneute Auszeichnung für die UMG bestätigt eindrücklich, dass sich der Einsatz für Chancengleichheit lohnt. Exzellenz in Wissenschaft und Forschung ist ohne die Förderung von Chancengleichheit nicht erreichbar. Über 50 Prozent unserer Promovierenden sind weiblich – aus diesem Pool müssen wir schöpfen", so Köhler. "Die Jury hat uns deshalb auch mitgegeben, dass wir in Zukunft noch zusätzliche Strategien entwickeln müssen, um weiter nachhaltige Verbesserungen zu erreichen, wie zum Beispiel die Er-höhung des Frauenanteils an wissenschaftlichen Spitzenpositionen. Das wird in den kommenden drei Jahren unsere Aufgabe sein!" Die Universitätsmedizin Göttingen kann das Total E-Quality Prädikat für weitere drei Jahre führen.

TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Chancengleichheit von Frauen und Männern in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zu etablieren, nachhaltig zu verankern und damit einen Paradigmenwechsel in der Personalpolitik herbeizuführen. Dieses Ziel ist erreicht, wenn Begabung, Potenzial und Kompetenz der Geschlechter gleichermaßen (an-)erkannt, einbezogen und gefördert werden.
Für beispielhaftes Handeln im Sinne einer an Chancengleichheit ausgerichteten Personalführung vergibt der Verein das TOTAL E-QUALITY Prädikat. Das Prädikat zeichnet Unternehmen, Organisationen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, die eine an Chancengleichheit orientierte Personalpolitik verfolgen.

WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Telefon 0551 / 39-9902
Sprecher des Vorstandes
Robert-Koch-Str. 42, 37075 Göttingen
Mail: humed.v1@med.uni-goettingen.de

Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Gleichstellungsbeauftragte
Inken Köhler M.A., Telefon 0551 / 39-9785
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen
Mail: frauenbuero@med.uni-goettingen.de



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