Presseinformation
Presseinformation Nr. 018 vom 08. Februar 2007
Bronze für Klinikum Göttingen!
Universitätsmedizin Göttingen mit Bronze-Zertifikat für erfolgreichen Nichtraucherschutz ausgezeichnet. Klinikum soll ganz rauchfrei werden.


(umg) Die Universitätsmedizin Göttingen hat für ihre Leistungen beim Nichtraucherschutz das Bronze-Zertifikat des Europäischen und Deutschen Netzwerkes Rauchfreier Krankenhäuser erhalten. Die Universitätsmedizin Göttingen verpflichtet sich dabei, die europäischen Standards für rauchfreie Krankenhäuser umzusetzen. Ein schöner Erfolg! Bereits seit Mai 2003 ist der Nichtraucherschutz am Universitätsklinikum geregelt. Seitdem funktioniert der Schutz der Nichtraucher durch größere Rücksichtnahme der Raucher.
"Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Anstrengungen beim Nichtraucherschutz", sagt Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstandes der Universitätsmedizin Göttingen und gleichzeitig Leiter der Arbeitsgruppe Nichtraucherschutz. "Aber wir ruhen uns nicht darauf aus. Bronze ist gut, aber Gold ist das Ziel! Wir möchten die Universitätsmedizin zu einer vollkommen rauchfreien Zone machen. In einem Krankenhaus muss der Schutz der Patienten, Besucher, Beschäftigten und Studierenden vor Passivrauchen selbstverständlich sein. Deshalb bauen wir unseren Nichtraucherschutz weiter aus."
Seit 1. Februar 2007 ist die Cafeteria des Universitätsklinikums rauchfrei. Hier darf nicht mehr geraucht werden. Raucherinnen und Raucher können auf der Nordterrasse im Außenbereich rauchen.
Ebenfalls seit 1. Februar 2007 sind die letzten Raucherräume in beiden Bettenhäusern geschlossen worden. Hier gibt es zwischen den Bettenhäusern, im Außengelände einen Raucherpavillon zum Schutz der Raucherinnen und Raucher vor Regen und Schnee.
Im neuen "Shop im Klinikum" in der Westhalle werden keine Zigaretten mehr verkauft und auf dem Gelände des Universitätsklinikums werden die verbliebenen Zigarettenautomaten abmontiert.
Weiter erfolgreich sind die Raucherentwöhnungskurse als Angebote an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsmedizin Göttingen sowie an alle, die sich das Rauchen abgewöhnen möchten. In regelmäßigen Abständen werden neue Kurse angeboten, sie kosten 120 Euro. Bei regelmäßiger Teilnahme und Vorlage der Teilnahmebescheinigung werden die Kosten von den Krankenkassen anteilig zurückerstattet.
Die aktuelle Bilanz des Raucherentwöhnungsprogramms kann sich sehen lassen. Seit dem Start des Programms im Februar 2003 nahmen etwa 600 Rauchende an den Kursen teil. 72 Prozent der Teilnehmer waren am Ende der Kurse rauchfrei. Bei denen, die weiterrauchten, fiel der Zigarettenkonsum auf etwa ein Drittel der Ausgangsmenge. Sechs Monate nach Ende des Kurses waren über 40 Prozent der Teilnehmer von ihrer Zigarettensucht befreit.
Die Raucherentwöhnungsambulanz betreuen Diplom-Psychologin Dorothea Felten (seit 2008: Diplom-Pädagogin Anna Ludwig) in Zusammenarbeit mit Oberärztin Dr. Cordula Buck (Programmleitung) und Dr. Tobias Raupach (wissenschaftliche Leitung), alle aus der Abteilung Kardiologie und Pneumologie. Anmelden können sich Interessierte unter Telefon 39 6322 oder E-Mail: rauchfrei@med.uni-goettingen.de oder unter www.rauchfrei-goe.de .
Auch bei der Forschung zum Thema "Rauchen" erhält die Universitätsmedizin Göttingen Pluspunkte. Für seine Untersuchung zum Passivrauchen erhielt Dr. Tobias Raupach, Abteilung Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen, auf der vierten Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle den Forschungspreis 2006 "Rauchfrei Leben" des Ärztlichen Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V. (ÄARG) verliehen. Seine Studie belegt, dass Passivrauch am Herz und an den Gefäßen akute Prozesse auslöst, die auch bei der Entstehung der Atherosklerose eine zentrale Rolle spielen.
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Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
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